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Der Aeolisch Mode im Blues

Viele Blues-Gitarristen stören sich daran, dass sie bei der Blues-Improvisation zu sehr kleben an der Moll-Pentatonik. Mir selbst ging es auch viele Jahre so, weil die Moll-Pentatonik halt eben die Skala ist, mit der man in der Regel zu spielen beginnt. Wenn es dir ab und zu auch so geht, dann ist dieses heutige Video für dich, denn ich stelle dir im heutigen Video den Aeolisch Mode vor. Aber keine Sorge, der Aeolisch Mode ist nichts Kompliziertes, im Gegenteil er ist sehr nahe verknüpft mit der Moll-Pentatonik.

Was ist der Aeolisch Mode

Dieser Mode entsteht durch Harmonisierung auf der VI. Stufe einer Dur-Tonleiter. In diesem Video gehen wir von der Tonart C-Dur aus, der VI. Ton der C-Durtonleiter ist A, folglich entsteht daraus bei der Harmonisierung der Akkord Am7 oder eben: Aeolisch. Ich gehe an dieser Stelle nicht näher auf die Harmonisierung von Stufenakkorden ein, du findest mehr zu diesem Thema in den Videos über Stufenakkorde.

A-Aeolisch

Schauen wir uns diesen Mode zuerst einmal auf dem Griffbrett an und konzentrieren und auf die 5. Lage. Es ist wichtig, dass dieser Ausschnitt hier vom Ausgangston A aus betrachtet wird (blau).

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Es wird ersichtlich, dass die Moll-Pentatonik mit den fünf Tönen A, C, D, E und G im Grunde erhalten bleibt und beim Aeolisch Mode zwei zusätzliche Töne vorhanden sind. Das ist einerseits die grosse Sekunde B und natürlich die charakteristische kleine Sexte (F).

Aeolisch = Natürich Moll

Hier noch einmal in einer etwas anderen Darstellung, schauen wir uns das Tonmaterial in Notenschrift an. A-Aeolisch besteht aus den Noten A, B, C, D, E, F, G. Das sind exakt die gleichen Töne, aus denen auch die C-Durtonleiter besteht. Wenn man die C-Durtonleiter ausschreibt besteht sie aus folgenden Tönen: C, D, E, F, G, A, B. Du siehst dass der Ton A der VI. Ton dieser Tonleiter ist, auf eben dieser VI. Stufe findet man jeweils die Moll-Parallele, sprich = C-Dur = Am. Es liegt also das exakt gleiche Tonmaterial vor, man geht jedoch vom Ton A aus und nicht vom Ton C.

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Charakteristische Intervall-Struktur von Aeolisch

Von A zu B liegt eine grosse Sekunde vor, gefolgt von einem Halbtonschritt von B nach C (kleine Terz). Die kleine Terz macht Aeolisch zu einer Moll-Skala. Von C nach D (reine Quarte) folgt wieder ein Ganztonschritt, ebenfalls von D nach E (reine Quinte). Der nächste Halbtonschritt von E nach F bringt eben diese b6 (kleine Sexte) hervor, sie ist zugleich der absolut charakteristische Ton dieses Mode Aeolisch. Von F zur kleinen Septime G liegt dann am Schluss wieder ein Ganztonschritt vor. Nachfolgend noch einmal in Zahlen abgebildet.

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Praktische Tips zum Einsatz des Aeolisch Mode

  • Grundsätzlich gibt es zwei Anfahrtswege um die Modes – auch Aeolisch – zu spielen. Entweder du leitest die Töne von der zugrunde liegenden Tor-Tonleiter ab, hier musst du jedoch jeweils umdenken. Der zweite Weg ist die Skala einfach zu lernen als eigenständigen Mode und ich empfehle das. Es macht dich zu einem kompletteren Musiker und auch die Umdenkschritte müssen gedanklich nicht vollzogen werden.
  • Übe den Mode zu Beginn über Am-Blues oder du kannst auch einen einzelnen Am oder Am7-Akkord loopen um darüber zu improvisieren.
  • Versuche durch Fokus und Betonung des Grundton A zu Beginn wirklich die farblichen Nuancen, die Klangfarbe des Modes zu integrieren und verinnerlichen.

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