Die Bildung der Dur-Pentatonik in der Blues-Improvisation
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Die Dur-Pentatonik in der Blues-Improvisation

In diesem Video gehts um die Dur-Pentatonik in der Blues-Improvisation. In der Anfangsphase meines Blues-Spiels bediente ich mich mehrheitlich der Moll-Pentatonik, was auch normal war. Nach einer gewissen Zeit hatte ich jedoch den Eindruck dass etwas fehlt, gewisse Klänge konnte ich mit der Moll-Pentatonik einfach nicht erzeugen. Auf der Suche nach Alternativen bin ich auf die Dur-Pentatonik gestossen und diese bringe ich dir in diesem Video etwas näher. Ich gebe dir einen Klangvergleich zur bekannten Moll-Pentatonik und dann zeig ich dir, wie du beide Skalen in ein und derselben Lage kombinieren kannst.
Wir sind in der Tonart A, die Moll-Pentatonik ist dir sicherlich bekannt, trotzdem hier noch einmal kurz eine Grafik dazu, die A-Moll-Pentatonik im 5. Bund:

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Der Schritt zur A-Dur-Pentatonik

Du brauchst überhaupt keine neue Skala zu lernen, das ist das coole daran. Der einfachste Weg von dieser Moll- hin zur Dur-Pentatonik ist nun denkbar einfach, du verschiebst exakt dieses Muster einfach drei Bünde nach unten, also vom 5. in den 2. Bund, vom Grundton A runter zum Grundton F#. Hier kannst du nun die genau gleiche Pentatonik im 2. Bund spielen, aber wichtig ist:
Du gehst nun nicht vom Grundton F# im 2. Bund aus, sondern vom Grundton A im 5. Bund. Also derselbe Grundton wie bei der Moll-Pentatonik, da du nun drei Bünde tiefer bist spielst du dieses A im 5. Bund jedoch mit deinem kleinen Finger, hier die entsprechende Grafik dazu:

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Wichtig: Du willst immer wissen, wo deine Grundtöne liegen, also hier der Ton A.
Für den Anfang ist es das Einfachste und absolut gut, wenn du diese Verschiebung um drei Bünde praktizierst. Dadurch wirst du vertraut mit dem Klangbild der Dur-Pentatonik und gleichzeitig prägst du dir das Schema visuell ein, was ganz wichtig ist. Sobald du jedoch etwas sattelfest bist damit ich natürlich das Ziel, die beiden Pentatoniken (Moll & Dur) in derselben Lage übereinander zu legen, so dass du das ganze Tonmaterial in einer Lage zur Verfügung hast.

A-Moll und Dur-Pentatonik in derselben Lage

Ich will noch einmal unterstreichen was genau das Ziel ist hier, wir wollen Moll- und Dur-Pentatonik in der selben Lage (5. Bund) spielen können, gedanklich gehst du dafür am besten so vor:
– Die Moll-Pentatonik im 5. Bund ist die Grundlage, die steht ja bereits.
– Die nächst höhere Lage dieser A-Moll-Pentatonik liegt in den Bünden 7 bis 10, hier auch eine Grafik dazu:

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Der Trick ist nun der, dass du diese Form der A-Moll-Pentatonik nun ebenfalls drei Bünde runter verschiebst, von den Bünden 7 bis 10 also in die Bünde 4 bis 7. Wenn du diese Verschiebung vorgenommen hast, hast du exakt dieses Schema in den Bünden 4 bis 7, auch hier die entsprechende Grafik dazu:

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Das war’s auch schon, nun hast du beide Pentatoniken in derselben Lage. Um diese beiden unterschiedlichen Skalen nun schnellst möglichst zu integrieren sind folgende Punkte ganz wesentlich:

Spiele zu Beginn beide Skalen getrennt voneinander mehrmals durch.

Visualisiere die Skalen ganz bewusst vor deinem „inneren Auge“.

Dadurch kannst du leicht feststellen welche Töne in beiden Skalen vorkommen und welche nicht.

Es gibt keine starre Regel, wo du welche Skala einsetzt im Blues, spiele nach Gehör und Gefühl.

 

„Bluesguitartube besitzt die Rechte für sämtlichen Inhalt in diesem Video. Die Hintergrundmusik stammt von Smartsound (https://www.smartsound.com) und ist weltweit Royalty Free.“

„Bluesguitartube has the copyright for all content used in this video. The background music comes from Smartsound (https://www.smartsound.com) and is royalty free worldwide.“

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