Zugang zur Improvisation im Blues
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Zugang zur Improvisation im Blues

Wie findest du Zugang zur Improvisation im Blues? Nicht selten hören wir Musikern beim improvisieren zu, die scheinbar stundenlang über’s Griffbrett „fegen“ können (zB Al Di Meola, John McLaughlin usw). Improvisation ist etwas sehr persönliches und sie kommt bei jedem Musiker auf unterschiedliche Art und Weise zum Eindruck. Aber was genau ist Improvisation? Wikipedia beispielsweise definiert Improvisation wie folgt: „Als Improvisation wird die Form musikalischer Darbietung verstanden, in der das ausgeführte Tonmaterial in der Ausführung selbst entsteht und nicht vorher schriftlich fixiert worden ist.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Improvisation_(Musik)). In diesem Video geht es um die Frage, wie du dich an deine Improvisation herantasten kannst und ich werde dir ein paar wenige Werkzeuge zur Hand geben, die dir helfen in diese Richtung zu gehen.

– Geh auf Youtube und hol dir einen Blues-Jamtrack (oftmals Backingtrack genannt) in einer Stilistik und Tonart, die dir gefällt und musikalisch liegt. Suche zum Beispiel nach „Jamtrack A-Blues, E-Blues“ oder ähnlich.

– Spiele den Jamtrack ab und entscheide dich beispielsweise für eine einzelne Lage der Blues-Skala, die du zur Improvisation einsetzen willst.

GANZ WICHTIG: Du spielt nicht die gesamte Skala, sondern du nimmst dir 3, maximal 4 Töne zum improvisieren. Warum? Zum einen hilft dir diese Eingrenzung im Prozess, aus wenigen Tönen möglichst viel und Unterschiedliches herauszuholen. Zum anderen unterstützt es dich beim zentralen Prozess, nicht eine Skala zu memorieren sondern Klänge. Du willst den Klang der Töne und der Tonkombinationen memorisieren, nicht die Skala!

Natürlich willst du in einem zweiten Schritt die gesamte Skala einsetzen, die Skalen über das ganze Griffbrett zusammenhängen und darüber improvisieren. Der beste und intensivste Zugang zur Improvisation erhältst du jedoch dadurch, dass du dich ganz bewusst limitierst auf eine kleine Anzahl Töne, 3-4 Einzeltöne reichen völlig um zu beginnen. Nicht selten wird unterschätzt oder übersehen, welche musikalische Vielfalt, welche Klangfarben durch den Einsatz von 3-4 Tönen entstehen kann; genau das willst du entdecken.

Oftmals reichen 5 Minuten völlig aus, um mit 3-4 Tönen zu experimentieren. Du kannst dabei sämtliche Techniken einsetzen die dir vertraut sind (Hammer Ons, Pull Offs, Bendings, Vibrato usw.). Je öfter du dir Zeit nimmst und auf diese Art und Weise deine Improvisation zu entdecken, je besser und intensiver findest du Zugang zu deinen musikalischen Emotionen und deiner Improvisation.

Das Wichtigste ist: MEMORISIERE TÖNE UND KLÄNGE, NICHT SKALEN ODER PATTERNS! Das ist eine zentrale Grundregel wenn es darum geht, deinen persönlichen Blues zu entdecken und zu spielen.

„Bluesguitartube besitzt die Rechte für sämtlichen Inhalt in diesem Video. Die Hintergrundmusik stammt von Smartsound (https://www.smartsound.com) und ist weltweit Royalty Free.“

„Bluesguitartube has the copyright for all content used in this video. The background music comes from Smartsound (https://www.smartsound.com) and is royalty free worldwide.“

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