Das Konzept des Ankerfinger beim Akkordwechsel

Konzept Ankerfinger beim Akkordwechsel

In diesem Video sprechen wir über das Konzept der Ankerfinger beim Akkordwechsel. Wenn du während dem Spiel den Akkord wechselst hast du die Situation, dass deine Finger von einer Position in eine andere umgreifen oder wechseln müssen. Gerade wenn man beginnt mit der Gitarre oder eben wenn man das Konzept der Ankerfinger beim Akkordwechsel noch nicht kennt ist man versucht, sämtliche Finger zu bewegen, sie vom Griffbrett zu heben und beim neuen Akkord komplett neu aufzusetzen.

Ich zeige dir heute dieses Ankerfinger-Konzept, welches du bei jedem neuen Akkord den du lernst einsetzen kannst. Du vereinfachst dadurch nicht nur dein Spiel, sondern du machst es auch kognitiv verständlicher. Gehen wir in die Nahaufnahme.

Ich verwende für dieses Beispiel hier die beiden Akkorde C und Am, hier die entsprechenden Griffdiagramme:

akkorde_c_am_bluesguitartube_com

Übung Nummer 1 ist nun, den Akkordablauf von C auf Am einfach mal auszuführen – ein paarmal hintereinander. Beim Konzept der Ankerfinger beim Akkordwechsel geht es nun nicht darum sämtliche Finger vom Griffbrett zu heben und sie für den neuen Akkord aufzusetzen. Im Gegenteilt, es geht darum heraus zu sehen, wo man einen Finger (Ton) hat, der liegengelassen wird, also quasi ein „Anker“ ist.

Achten wir zuerst bei diesem Akkordwechsel auf den Zeigefinger im 1. Bund der B-Saite, so stellen wir fest, dass wir hier einen Ankerfinger haben, denn dieser Finger bleibt einfach liegen wenn wir den Akkordwechsel vollziehen. Hier eine dazu passende grafische Darstellung:

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Der Zeigefinger bleibt also liegen beim Akkordwechsel. Für dein Gitarrenspiel ist es von grosser Bedeutung, dass du Akkordwechsel aus dieser Perspektive zu sehen lernst, denn zum einen wird dein Spiel dadurch ökonomischer und zum anderen sparst du Kraft und Zeit, die durch unnötiges Bewegen und Verschieben von Ankerfingern verschwendet wäre.

Noch ein Ankerfinger?

Schauen wir uns denselben Wechsel noch einmal an und beobachten, ob es gegebenenfalls noch einen weiteren Finger gibt, der als Ankerfinger dient und der liegengelassen werden kann. Und wenn wir genau hinschauen: Ja, das ist der Fall, denn der Mittelfinger im 2. Bund der D-Saite (Ton E) wird auch nicht bewegt, er bleibt auf der selben Saite im selben Bund liegen, hier die entsprechende Grafik dazu:

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Somit haben wir beim Wechsel von C auf Am bereits zwei Ankerfinger, die sich nicht verändern, sie verbleiben in der Position in der sie sind. Die Bewegung dieses einen Fingers wird dadurch enorm vereinfacht, weil es einfach nur der Ringfinger ist, der sich von der A- auf die G-Saite bewegt – äusserst ökonom und effizient.

Für deine Praxis

Versuche, wann immer du neue Akkorde lernst, solche Ankerpunkt zu lokalisieren und die entsprechenden Bewegungen bewusst zu vollziehen (kognitiv). Welcher Finger MUSS wechseln? Welcher Finger kann ganz einfach liegenbleiben? Du wirst sehen, dass dein Spiel dadurch sehr viel ökonomischer wird und du weniger Kraft und Zeit aufwendenst um den Akkord zu wechseln. Versuche die Bewegung jener Finger die sich bewegen so kurz und direkt wie möglich zu vollziehen.

Dies ist ein ganz einfaches System, welches du beim Einüben eines neuen Akkordes einsetzen kannst. Gib dieser „Ankerfinger-Analyse“ ganz bewusst Platz in deiner Zeit des Übens, damit sich dir sowohl kognitiv als auch interaktiv (Finger) diese Wechsel wirklich ins Unterbewusstsein einprägen.

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„Bluesguitartube besitzt die Rechte für sämtlichen Inhalt in diesem Video. Die Hintergrundmusik stammt von Smartsound (https://www.smartsound.com) und ist weltweit Royalty Free.“

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